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Nach dem Bauen: Die Inbetriebnahme

Hier einige grundsätzliche Dinge über die erste Inbetriebnahme und die Bedienung eines selbstgebauten Senders. Die Tipps richten sich vor allem an Leute, die zum ersten mal einen Sender gebaut haben und nun einschalten möchten. Für den Fall, dass hier was nicht ganz klar beschrieben sein sollte oder für sonstige Fragen, gibts das gute Senderbau - Forum.

 

Also, die Inbetriebnahme:

Um die Gefahr eines Knalls und / oder einer Rauchwolke beim Einschalten zu minimieren, sollte man die fertige Schaltung vor der ersten Spannungsanlegung nochmals genau kontrollieren. Sind alle Bauteile da wo sie hingehören, richtig herum platziert etc.? Dann schaut man, ob beim Löten keine ungewollten Zinnbrücken entstanden sind und ob auf dem Print keine Drahtschnipsel, abgeschnittenen Beine von Bauteilen usw. herumliegen, sie könnten Kurzschlüsse verursachen. Gutes Licht ist dafür ein Muss und eine Lupe kann bei enger Anordnung der Bauelemente einen guten Dienst erweisen. Zweimal alles kontrollieren kann nicht schaden. Es gibt nichts ärgerliches, als wenn sich das mühsam und mit teuren Versandkosten organisierte Bauteil nach einer Sekunde verabschiedet....

Ist alles ok, legt man Spannung an. Eine Dummheitsdiode in der Zuleitung kann nicht schaden. Sie verhindert einen Stromfluss bei falsch gepolter Spannungsversorgung, was leicht mal passieren kann... Ach ja, bevor man Saft drauf gibt, muss an den HF Ausgang eine Last, ein Dummyload oder eine geeignete Antenne. Es gibt Transistoren die verkraften das kurze Zeit ganz gut ohne, glücklicherweise :) , aber es gibt auch Transistoren die überleben das keine halbe Sekunde. Also, erst Last anschliessen und dann eingeschalten..

Ein auf die gewünschte, freie Frequenz eingestellter Radioempfänger in der Nähe ist ganz nützlich wenn man keinen Frequenzzähler hat. Hört man schon was brummen oder zischen, wird sich entweder ein Lächeln oder ein breites Grinsen auf deinem Gesicht einstellen. Das ist ganz normal und gehört dazu... Hört man noch nichts im Empfänger, müssen sich die entsprechenden Muskeln noch einen Augenblick zurückhalten. Hat man zwischen Sender und Antenne ein SWR / Wattmeter eingeschlauft, schaut man ob sich der Zeiger bewegt hat, also ob Leistung rauskommt. Hat man kein geeignetes Wattmeter, dann ist der Minimalisten Power Indicator oder das kleine "HF Voltmeter"  ganz nützlich.

Bewegt sich der Zeiger, leuchtet die LED oder hört man schon was im Radio, dann stellt man zuerst die gewünschte Frequenz ein. Dazu kann es nötig sein, neben den dafür vorgesehenen Reglern (Poti und / oder Trimmer), auch die Oszillatorspule durch vorsichtiges Dehnen bzw. zusammendrücken anzupassen. Für die Trimmer soll man allgemein nicht einen metallenen Gegenstand (Schraubenzieher) benutzen und nur sehr langsam drehen. Ein Stück harter, zugeschliffener Plastik oder ein  entsprechend bearbeitetes Stück Platine eignet sich ganz gut.

Hat man seine Frequenz gefunden und bleibt sie mehr oder weniger stabil (dazu kann es ev. nötig sein, den Sender erst einmal eine viertel Stunde "warmlaufen" zu lassen) , wird jetzt die maximale Leistung rausgeholt, d.h. die Anpassung durchgeführt. Dazu dreht man mit Blick auf das Wattmeter / auf die LED an den Drehkondensatoren. Gibt es in der Schaltung mehrere Trimmer, dann beginnt man mit dem, der am nächsten beim Oszillator ist und hört mit dem, der am nächsten beim Ausgang liegt, auf. Während dem wiederum langsamen Drehen wird sich der Zeiger bewegen bzw. wird die LED ihre Leuchtstärke ändern. Hat man maximale Leuchtstärke / Zeigerausschlag erreicht, wechselt man zum nächsten Trimmer. Das ganze wird zwei oder dreimal wiederholt, bis keine Leistungserhöhung mehr auszumachen ist. Nach dieser Prozedur kann sich die Frequenz ev. verstellt haben. Sollte das der Fall sein, muss man sie neu einstellen und die Leistungsanpassung nochmals durchführen. Der Sender ist nun bereit für den vorgesehenen Zweck. Benutze nur freie Frequenzen und belästige niemanden.. Viel Spass!

Für die, bei denen nichts im Empfänger zu hören ist, kein Zeiger ausschlägt etc.: Spannung wieder ausschalten und nochmals überprüfen ob alles korrekt aufgebaut ist. Manchmal sieht man einen Fehler erst beim 5. mal kontrollieren... Scheint alles ok zu sein, werden Last, Messgerät und Spannungsversorgung wieder angeschlossen und der Sender eingeschaltet. Man dreht nun langsam am Trimmer des Oszillators und schaut, ob sich am Messgerät was tut. Wenn nicht, drückt oder dehnt man die Oszillatorspule ein bisschen und dreht wiederum am Trimmer. Hat man alle möglichen Trimmerstellungen und Spulenlängen erfolglos durch, macht man ein grosses Feuer und schmeisst den ***sender da rein.  Oder man sucht Hilfe im Forum. Oder man baut sich das kleine "HF Voltmeter", das in diesem Fall von grossem Nutzen ist. Man misst mit diesem direkt am Oszillatorausgang und sieht, ob er schwingt oder nicht. Dazu nochmals alle Stellungen von Spule und Trimmer durchprobieren. Stellt man Schwingungen fest, tastet man sich Schritt für Schritt Richtung  Senderausgang. Da wo man nichts mehr misst, oder danach, liegt der Fehler. Ganz einfach.. :)

Im Normalfall sind solche Probleme aber sehr selten. Beachtet man einige Grundsätze beim Bauen, kann eigentlich nichts schief laufen. Unter Schaltungen finden sich genügend gut dokumentierte Bauanleitungen für einfache und gute Sender die auch für den Anfänger problemlos sind.

Viel Spass beim Senden!

 

www.senderbauen.ch.vu   Alles übers Senderbauen

www.senderbau.ch.vu       Das Senderbau - Forum

 

 

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