"besserer" Einsteiger"sender

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Power-FM
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"besserer" Einsteiger"sender

Beitrag von Power-FM » Mo 3. Jun 2019, 18:18

Um mal ein wenig inhaltliches Leben hier rein zu bringen mal wieder was technisches. Profis können aber das Fenster gleich wieder schließen :D .

Ich ärgere mich immer, wenn mir auf Webseiten oder auch in Youtube-Videos einfache "Sender" nach diesem Grundprinzip vorgestellt werden:
https://homepage.univie.ac.at/johann.do ... pmini.html
https://mosfetkiller.de/?s=ukwpruefsender
usw.

Sicher, es geht nicht um ernsthafte "Sender", sondern um Ultra-Einsteigergebastel, aber mich ärgert immer, dass man immer mit dieser Murksschaltung oder Abwandlungen davon beginnt, weil die Schaltung so einfach zu viele Nachteile hat die man mit nur wenigen zusätzlichen Bauteilen und anderem Schaltunsgaufbau los wird. Obwohl ich selbst auch vor Jahrzehnten mit genau so einem Teil angefangen habe.

Daher stelle ich hier mal eine Oszillatorschaltung vor, die zwar noch lange nicht ultra stabil, mega rauscharm, mega leistungsstark oder in irgendeiner Form "hightech" ist, aber dennoch in fast allen Punkten zumindest deutlich besser als Schaltungen nach obigem Beispiel ist.
Es ist absolut nichts besonderes und für Leute die ernsthaft Sender oder Radios basteln auch völlig uninteressant, aber für Einsteiger eben viel empfehlenswerter als den Murks von oben zu bauen.
Es werden sogar noch nicht mal Spezialteile verwendet (außer vielleicht der etwas ungewöhnliche 240 pF Kondensator, den man aber mit 220 pF und 22 pF parallel improvisieren kann), nicht mal ein Trimmerkondensator, und es ist das ganze UKW-Band durchstimmbar (und dass sogar ohne "echte" Kapazitätsdiode):
ukw breitband oszi.gif
ukw breitband oszi.gif (16.57 KiB) 1831 mal betrachtet

Wenn man das HF-mäßig sauber aufbaut (am besten alle Teile direkt aneinander Löten auf einer durchgehenden Masseplatine, keine Durchsteckmontage mit Bohren / Ätzen / Dremeln und erst recht kein Lochraster ) ist das ganze obwohl es nichts besonderes ist um Welten stabiler als die Einfachst-Schaltungen wie oben.
Das habe ich selbst extra noch mal getestet bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe, ich habe beides einfach spaßeshalber mal aufgebaut, verglichen, und das einfchst-Teil nach 5 Minuten Betrieb in den Müll geworfen.

Klar, der Oszillatormann wird sich sicher wieder melden dass die Modulationseinspeisung besser gelöst werden kann und dass man auch das Rauschverhalten besser hinbekommen kann, aber das ist bei dem gedachten Verwendungszweck als Einsteigerbastelsender egal, er ist ja schon mal um Welten besser als die klassischen Einsteigerteile...
Macht man die Spule einfach eine Windung kleiner, geht das ganze auch ganz gut als stabiler Lokaloszillator für Superhets.

Und PS

Irgendwann demnächst kommt noch mal ein Beitrag zu meinem letzten LM7001-Stereosender, also einem "richtigen" Sender, inzwischen gibt es mindestens 4 erfolgreiche Nachbauten von verschiedenen Personen, also wage ich zu behaupten, dass jetzt alles "nachbausicher" genug ist (zum letzten PDF über dieses Projekt, dass ich irgendwann im Frühling letzten Jahres veröffentlich habe gibt es noch einige Korrekturen).

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